"Hilfe, meine Scheiben lassen sich nicht putzen!"
Der „Fogging-Effekt“ auf Fensterflächen
Ein in den letzten Jahren hin und wieder reklamiertes Erscheinungsbild ist das plötzliche Auftreten von Schmutzablagerungen auf den Fensterflächen. Oftmals ist von schmierigen bzw. öligen Belägen die Rede, welche sich nur sehr schwer entfernen lassen. Selbst nach der Reinigung tritt die Verschmutzung meist recht schnell wieder auf.
Da vordergründig keine Ursache für die Verschmutzung erkennbar ist, wird das Auftreten dieses Phänomens leider sehr häufig mit der Verglasung in Verbindung gebracht.
Ein neues Problem ?
Baubiologen beschäftigen sich bereits seit Jahren mit diesem Effekt, der im Übrigen nicht nur auf Fensterflächen auftritt. Dem Umweltbundesamt zufolge sind bis heute mehrere Tausend Fälle von plötzlich aufgetretenen Ablagerungen auf Wänden, Decken und Einrichtungsgegenständen bekannt geworden. Neben „Fogging“ werden in diesem Zusammenhang auch Begriffe wie „Ghosting“ und „Magic Dust“ genannt.
Mögliche Ursachen?
Das Umweltbundesamt hat sich als einer der Ersten mit den Ursachen des „Magic-Dust“ beschäftigt und zahlreiche Fälle dokumentiert.
Beim zuvor beschriebenen Effekt handelt es sich um einen Vorgang, bei dem unterschiedliche Einflussfaktoren eine Rolle spielen. Oftmals stellt sich dieses Phänomen unmittelbar nach der Ausführung von Renovierungsarbeiten ein.
Als Übeltäter spielen die so genannten „schwer flüchtigen organischen Verbindungen“ eine entscheidende Rolle. Insbesondere Weichmacherverbindungen und Alkohole, die beispielsweise in Farben, Lacken, Klebern, PVC-Belägen, Kunststoffen und Holzimitat-Paneelen enthalten sind, werden gerade in der Heizperiode verstärkt in die Raumluft abgegeben.
Diese Verbindungen können sich unter bestimmten Bedingungen mit Schwebestaubpartikeln in der Umgebungsluft verbinden. Aufgrund der Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und Verglasung, kondensieren diese Verbindungen auf der Glasoberfläche und hinterlassen den zuvor beschriebenen Schmutzfilm.
Fazit
Der „Fogging“ Effekt ist nicht auf die Beschaffenheit der Glasoberflächen, sondern vielmehr auf die zuvor beschriebenen baubiologischen Ursachen zurückzuführen. Ist das Fogging einmal aufgetreten raten wir zu einer genauen Analyse der Ursachen. Gutachter und Ingenieurbüros mit entsprechender Erfahrung können hier weiterhelfen.
Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter:
www.umweltbundesamt.de
www.kirschmann.de
www.baulinks.de





